Chronik Hellersdorf & Marzahn

z. B. 30.10.26
z. B. 30.10.26
Mittwoch, 19. März 2014

Am Nachmittag des 19.3.2014 versuchen ein Mann und eine Frau, beide Mitte Zwanzig, einen Passanten auf der Maxie-Wander-Straße mit einem Smartphone zu fotografieren, wobei die Frau sinngemäß meint: "Der weiß schon warum." Anschließend stellen sich die Beiden in den Weg des Passanten. Es entwickelt sich ein Wortgefecht bei dem der Mann ein Teppichmesser aus seiner Jogginghose zieht. Die junge Frau spricht eine Folge von Bedrohungen aus und bezeichnet den Angegriffenen als "Linke Bazille" und bezieht sich scheinbar auf die Mahnwache in derselben Straße im August des Vorjahres. Weder Passant_innen noch die Polizeikräfte, die in Sichtweite vor der Unterkunft stehen, greifen ein. Nachdem der Angegriffene deutlich macht, einen körperlichen Angriff nicht hinzunehmen, kann er den Ort verlassen.

Die junge Frau stand am 9.7.2013 auf der "Bürgerversammlung" des Bezirks zur Einrichtung der Unterkunft vor dem Podium in einer Reihe Anwohnerinnen, die am Mikrofon ihre rassistischen Ressentiments zum Ausdruck brachten, oder sich auch zu Wort melden wollten.

Am Abend desselben Abends ist auf der Facebookseite der "Bürgerbewegung Hellersdorf"1 ein Foto des Angegriffenen zu sehen, das nicht an diesem Tag aufgenommen wurde.

  • 1. früher: "Bürgerinitiative Marzahn-Hellersdorf"
Quelle/n: Augenzeug_innenbericht
Sonntag, 16. März 2014

Am frühen Morgen des 16.3.2014 wird ein Auto, das vor dem Gemeindezentrum in der Glauchauer Straße abgestellt ist, in Brand gesetzt. Die Halterin berichtet, dass sie mit dem Fahrzeug von Anwohner_innen um die nahegelegene Unterkunft für Geflüchtete bereits fotografiert worden war als sie für die dort Untergebrachten "Hilfsgüter" auslud.

Quelle/n: Berliner Zeitung vom 18.3.2013
Samstag, 15. März 2014

Am 15.3.2014 werden in der Carola-Neher-Straße zwischen dem U-Bahnhof Cottbusser Platz und der Maxie-Wander-Straße etwa ein Dutzend Aufkleber mit der Aufschrift "Nein zum Heim" und ein 15x15cm großes Hakenkreuz entdeckt.

Quelle/n: Augenzeug_innenbericht
Freitag, 14. März 2014

Kurz nach Mitternacht werden am 14.3.2014 ein 18- und ein 20-Jähriger, die in der nahegelegenen Unterkunft für Geflüchtete untergebracht und auf dem Weg dorthin sind, ab dem U-Bahnhof Cottbusser Platz von etwa 15 Personen verfolgt, beleidigt und mit Bierflaschen beworfen. Sie können in die Unterkunft flüchten, in die sechs der Angreifer versuchen einzudringen, was Bewohner_innen und der Wachschutz unterbinden. Die ersten Polizeikräfte treffen nach etwa 20 Minuten vor Ort ein.

Quelle/n: Neues Deutschland vom 15.3.2014
Samstag, 22. Februar 2014

Am Wochenende vom 21. zum 24.2.2014 werden die Fensterscheiben des selbstverwalteten Studierendencafé an der Alice-Salomon-Hochschule (ASH) beschädigt. Etwa 22 als "Einschlagslöcher" beschriebene Beschädigungen des Sicherheitsglases, scheinen mit einem schweren Gegenstand wie einem Hammer ausgeführt worden zu sein.

Eine gleichartige Beschädigung wurde auch Ende Januar 2014 an der Unterkunft für Geflüchtete in der Maxie-Wander-Straße festgestellt. Seit der Mobilisierung gegen diese Unterkunft im Jahr 2013 sind auch das Studierendencafé und die ASH immer wieder mit rassistischer Propaganda der "Bürgerinitiative Marzahn-Hellersdorf" beklebt worden. Solche war auch am Montag nach dem Angriff am Gebäude zu finden.

Quelle/n: Augenzeug_innenbericht
Samstag, 22. Februar 2014

Am 22.2.2007 werden vor der Alice-Salomon-Fachhochschule nahe dem U-Bahnhof Hellersdorf mehrere Aufkleber mit der Aufschrift ”Horst Wessel1 - unvergessen deine Taten” entdeckt.

  • 1. Der SA-Sturmführer gilt seit seinem Tod am 23.2.1930 als Märtyrer der nationalsozialistischen Bewegung.
Quelle/n: Augenzeug_innenberichte
Samstag, 15. Februar 2014

Am 15.2.2014 werden auf dem Alice-Salomon-Platz etwa ein Dutzend Aufkleber und Flyer der "Bürgerinitiative Marzahn-Hellersdorf" entdeckt.

Quelle/n: Augenzeug_innenbericht
Dienstag, 11. Februar 2014

Am 11.2.2014 wird ein 34-Jähriger gegen 1:00 Uhr auf dem U-Bahnhof Hellersdorf von einem 21 und einem 24 Jahre alten Mann rassistisch beleidigt. Wiederholt wird dem Angegriffenen dabei in's Gesicht gespuckt.

Quelle/n: ReachOut

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