Chronik Hellersdorf & Marzahn

z.B. 22.8.17
z.B. 22.8.17
Dienstag, 7. Oktober 2014

Am Abend des 7.10.2014 sammeln sich ein gutes Dutzend in der Bürgerbewegung Hellersdorf (BBH) Organisierte auf dem Kastanienboulevard, versuchen zur Begegnungsstätte LaLoKa Zutritt zu erlangen und können nur mit Mühe von den Anwesenden daran gehindert werden. Sie geben vor mit den Anwesenden diskutieren zu wollen und spulen ihre nationalistischen und rassistischen Wahnideen ab1, wobei sich Daniela Fröhlich2 laut Polizei als Rädelsführerin hervortut. Die Hinweise auf das Hausrecht ignorieren die Querulanten und blockieren die Eingangstür. Die nach etwa zehn Minuten eintreffende Polizei verweist die Rassisten des Hauses und nimmt deren Personalien auf. Anschließend geht die Gruppe, kommt aber nach kurzer Zeit wieder und belagert das Lokal etwa eine Stunde während die Polizeikräfte Zeugenaussagen aufnehmen. Neben Fröhlich werden auch Franziska Grunhold2, Ines Tessmer3, Kai Milde4, Kai Schuster5, Marcel Rockel6, René Uttke, Roland Scholz7, Andreas Käfer8 und eine weitere Aktivistin der BBH unter den Angreifer_innen erkannt.

  • 1. Die vorgebrachten Statements entsprechen laut Berichten denen, die die BBH regelmäßig auf ihrer Facebook-Seite veröffentlicht.
  • 2. a. b. BBH
  • 3. BBH, Anmelderin des BBH-Aufmarsches am 26.10.2013
  • 4. Nationaler Widerstand Berlin (NWB)
  • 5. Nationaler Widerstand Berlin (NWB), NPD-KV Marzahn-Hellersdorf
  • 6. BBH, NWB
  • 7. NWB
  • 8. NPD-Kreisvorsitzender
Quelle/n: Pressemitteilung des Hellersdorf Hilft e.V. vom 8.10.2014, Augenzeug_innenberichte
Freitag, 19. September 2014

Am 13.9.2014 betreuen der NPD-Kreisvorsitzende Andreas Käfer, die Marzahner NS-Aktivisten Kai Milde, René Uttke und drei weitere NPD-Anhänger einen Infostand vor dem Anger-Center. Daneben haben sie das Kampagnentransparent der Partei mit der Parole "Heute sind wir tolerant, morgen fremd im eigenen Land" aufgehangen.

Nachdem sie am Nachmittag den Stand abgebaut haben, gehen die Sechs auf das Marzahner Erntefest im gegenüberliegen Alt-Marzahn zum Stand der Piratenpartei. Käfer beleidigt und verächtlicht die Anwesenden, Uttke schirmt das Geschehen gegen zwei Passant_innen ab und zwei andere fertigen Aufnahmen davon an. Als 20 Minuten später die gerufene Polizei eintrifft, machen sie sich davon.

Quelle/n: Augenzeug_innenberichte
Mittwoch, 3. September 2014

In der Nacht zum 3.9.2014 werden in der Hellersdorfer Straße, Riesaer Straße und Stendaler Straße über 200 Plakate, die das Fest "Schöner leben ohne Nazis am Ort der Vielfalt Marzahn-Hellersdorf" bewerben, abgerissen. Fotos der Aktion werden wenige Stunden später auf der Facebook-Seite der Bürgerbewegung Hellersdorf gepostet, wo sich Marco Z.1 in einem Kommentar bekennt, beteiligt gewesen zu sein.

Dr. Thomas Bryant, Projektleiter von Polis* - Bezirkliche Koordinierungsstelle für Demokratieentwicklung, fällt dazu ein, dass die Plakate dort mit Genehmigung hingen.

Quelle/n: http://www.lichtenbergmarzahnplus.de/demokratiefest-auch-ohne-plakate/, Facebook-Fanseite der "Bürgerbewegung Hellersdorf"
Sonntag, 31. August 2014

Am 31.8.2014 werden vier junge Menschen gegen 1:30 Uhr auf dem U-Bahnhof Louis-Lewin-Straße von fünf Männern zunächst bepöbelt, wonach sie "die Welt ja schön für Asylanten machen" wollten und diese "doch bei sich aufnehmen" sollten. Als einer der Angesprochenen sein Mobiltelefon in die Hand nimmt, wird von einem der Pöbler versucht ihm dieses aus der Hand zu schlagen und schubst ihn. Der so Bedrängte verlässt daraufhin den Bahnsteig, die Männergruppe fährt mit der nächsten Bahn in Richtung Alexanderplatz.

Quelle/n: Augenzeug_innenbericht
Samstag, 30. August 2014

Am 30.8.2014 ist eine 27-köpfige Gruppe Kinder im Alter von 2½ bis 14 Jahren, die in der Unterkunft für Geflüchtete in der Carola-Neher-Straße und Maxie-Wander-Straße untergebracht sind, am Nachmittag in Hellersdorf unterwegs.

Die Begleiter_innen berichten, dass der Gruppe wiederholt von Passant_innen ablehnende Gesten entgegen gebracht werden oder zum Teil sogar die Straßenseite wechseln. An einer Bushaltestelle am Bahnhof Hellersdorf wird eine Vierzehnjährige aus der Gruppe, die ihre vierjährige Schwester an der Hand hält, von einem Mann Ende Zwanzig offensiv angerempelt. Am Kokoschkaplatz echauffiert sich ein Familienvater, der vor einem Imbiss sitzt, lautstark über die nicht-deutsche Herkunft der Kinder und beleidigt diese rassistisch. An einer Kreuzung des Oschatzer Ring schlagen zwei Eier auf dem Boden vor der Gruppe auf, deren Herkunft nicht ersichtlich ist.

Auch auf einer weiteren Tour am Abend wird eine Begleiterin der Gruppe von einem Mann aus einer vierköpfigen Gassigruppe angepöbelt.

Quelle/n: Augenzeug_innenberichte
Samstag, 30. August 2014

Am 30.8.2014 ziehen gegen 1:30 Uhr vermutlich drei Anhänger der Bürgerbewegung Hellersdorf vom U-Bahnhof Louis-Lewin-Straße über die gleichnamige Straße zur Wurzener Straße und werfen auf dem Weg und dem Gelände des Hausprojektes in der Wurzener Straße eine vierstellige Anzahl von Papierschnipseln mit den Parolen "Nein zum Heim" und "Ja zu Deutschland" auf den Boden.

Quelle/n: Augenzeug_innenberichte
Freitag, 29. August 2014

Am 29.8.2014 werden Teilnehmer_innen eines Antirassistischen Kiezspaziergangs gegen 18:00 Uhr in der Unterführung des U-Bahnof Cottbusser Platz von Kai Schuster und einer Frau aus dem Umfeld der Bürgerbewegung Hellersdorf angepöbelt und beleidigt.

Quelle/n: Augenzeug_innenberichte
Montag, 25. August 2014

Am Vormittag des 25.8.2014 werden an den Einrichtungen Zentrale und Buntes Haus mit einem Filzstift mehrere Hakenkreuze, das Kürzel 88 für "Heil Hitler" und Doppel-Sig-Runen angebracht.

Quelle/n: Augenzeug_innenbericht

Seiten

Chronik Hellersdorf & Marzahn abonnieren